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Ärzte Zeitung online, 24.07.2009 11:47
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EU-Zulassungbehörde gibt Entwarnung bei Insulinanalogon
LONDON (eis). Nach Berichten über ein erhöhtes Krebsrisiko
für Diabetiker, die das Analogon Insulin glargin (Lantus®)
nehmen, hat die europäischen Arzneimittelbehörde EMEA vorerst
Entwarnung gegeben.
Die vorhandenen Daten sind kein Grund für Bedenken,
Änderungen der Verschreibungspraxis sind daher nicht nötig, so
das
Fazit des Arzneimittelausschusses der EMEA.
Zuvor hatten zwei von vier Registerstudien nahegelegt, dass
mit Insulin glargin behandelte Diabetiker besonders bei hohen
Dosierungen etwas häufiger an Krebs erkrankten als diejenigen,
die Humaninsulin bekamen. Der EMEA-Ausschuss hat sich intensiv
mit den Daten befasst und ist zu dem Schluss gekommen, dass die
Studien wegen methodischer Schwächen zu widersprüchlichen und
nicht eindeutigen Ergebnissen kommen. Ein Zusammenhang zwischen
dem Analogon und Krebs werde damit weder bestätigt noch
ausgeschlossen.
Wegen der begrenzten Aussagekraft der Studien hat die Behörde
den Hersteller Sanofi-Aventis gebeten, weitere Forschungen in
diesem Feld auf den Weg zu bringen. Das Unternehmen hat bereits
ein Maßnahmenpaket hierzu angekündigt (wir
berichteten). Es merkt zudem an, dass klinische Studien mit
mehr als 70 000 Patienten sowie Beobachtung nach der
Marktzulassung mit 24 Millionen Patientenjahren auf keinen
Zusammenhang zwischen Insulin glargin und Krebs hindeuten.
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